Heizlast und Vorlauftemperatur
Raumweise Berechnung als Grundlage, daraus die nötige Auslegungstemperatur und der Leistungsbereich des Erzeugers. Zur Heizlastberechnung
Ob eine Wärmepumpe in Ihrem Gebäude wirtschaftlich läuft, entscheidet sich vor der Bestellung: an der Vorlauftemperatur, den Heizflächen und dem Aufstellort. Wir rechnen das durch – herstellerneutral, weil wir keine Anlagen verkaufen.
Die Frage lautet nicht, ob eine Wärmepumpe funktioniert – sie funktioniert fast immer. Sie lautet, bei welcher Vorlauftemperatur sie arbeiten muss und was das über zwanzig Jahre an Strom kostet. Zwischen 35 und 55 Grad Vorlauf liegt bei sonst gleichem Gebäude ungefähr ein Drittel des Stromverbrauchs.
Deshalb steht am Anfang nicht die Gerätewahl, sondern die Bestandsaufnahme: Wie viel Leistung braucht jeder Raum, was geben die vorhandenen Heizflächen bei niedrigerer Temperatur her, und welche Maßnahme an der Hülle bringt genug, um die Auslegungstemperatur spürbar zu senken.
Raumweise Berechnung als Grundlage, daraus die nötige Auslegungstemperatur und der Leistungsbereich des Erzeugers. Zur Heizlastberechnung
Welche Heizkörper bei der geplanten Temperatur noch tragen und welche nicht – raumweise, nicht pauschal.
Abstände, Nachbarbebauung und die Nachtwerte der TA Lärm. Im dicht bebauten Rhein-Main ist das häufig die eigentliche Hürde.
Pufferbedarf, Warmwasserbereitung und die Frage, ob das vorhandene Rohrnetz die nötigen Volumenströme überhaupt hergibt.
Jahresarbeitszahl unter realen Randbedingungen, Wärmepumpentarif, Sperrzeiten – und die Gegenüberstellung zu den heutigen Kosten.
Welche Boni greifen, welche sich ausschließen und in welcher Reihenfolge beantragt werden muss. Zur Förderübersicht
Abgrenzung: Wir planen und beraten. Die Installation, die Auswahl des konkreten Fabrikats und die Inbetriebnahme übernimmt Ihr Heizungsbauer. Auf Wunsch begleiten wir die Umsetzung beratend, damit die Ausführung zur Auslegung passt und förderfähig bleibt – siehe energetische Baubegleitung.
Beim Mehrfamilienhaus kommen Fragen dazu, die es beim Einfamilienhaus nicht gibt: die Warmwasserbereitung mit ihren Zirkulationsverlusten, die Legionellenthematik bei niedrigeren Speichertemperaturen, die Aufstellfläche und die Frage, ob eine Kaskadenlösung oder eine Hybridvariante die bessere Wahl ist.
Dazu kommt die wirtschaftliche Seite: Was lässt sich von der Investition umlegen, und wie verhält sich die Umlage zur Ersparnis bei den Betriebskosten. Beides gehört in dieselbe Rechnung.
Energieberatung für Mehrfamilienhäuser · Umlagen & Abschreibungen
In den meisten Fällen ja – die Frage ist, bei welcher Vorlauftemperatur und zu welchen Betriebskosten. Entscheidend sind nicht das Baujahr, sondern die Heizflächen und die Gebäudehülle. Ein Haus von 1960 mit großen Heizkörpern und gedämmter oberster Geschossdecke ist oft besser geeignet als ein Haus von 1995 mit knapp bemessenen Heizkörpern. Das lässt sich rechnen, statt es zu vermuten.
Nicht zwingend, aber die Reihenfolge entscheidet über die Wirtschaftlichkeit. Jede Maßnahme an der Hülle senkt die nötige Vorlauftemperatur und damit die erforderliche Anlagengröße. Wer erst die Wärmepumpe kauft und danach dämmt, hat eine zu große Anlage bezahlt. Welche Reihenfolge für Ihr Gebäude aufgeht, klärt der Sanierungsfahrplan.
Fast nie. In der Regel sind es einzelne Räume, in denen die vorhandene Fläche bei niedrigerer Vorlauftemperatur nicht mehr ausreicht – oft das Bad und ein Zimmer mit großer Fensterfläche. Welche Räume das sind, zeigt die raumweise Heizlastberechnung. Pauschale Aussagen in die eine oder andere Richtung sind an dieser Stelle wertlos.
Die Außeneinheit unterliegt der TA Lärm, und die zulässigen Werte an der nächsten schutzbedürftigen Bebauung sind nachts deutlich strenger als tags. Bei enger Bebauung, wie sie im Rhein-Main-Gebiet die Regel ist, entscheidet der Aufstellort häufiger über die Genehmigungsfähigkeit als die Technik. Wir prüfen das vor der Auswahl des Geräts, nicht danach.
Ja. Wir verkaufen keine Anlagentechnik und haben keine Bindung an Hersteller. Wir nennen den erforderlichen Leistungsbereich, die nötige Vorlauftemperatur und die Randbedingungen; die Auswahl des Fabrikats treffen Sie mit Ihrem Heizungsbauer auf dieser Grundlage.
Die Reihenfolge der Maßnahmen, gefördert vom BAFA – und 5 Prozentpunkte mehr Zuschuss auf jede Maßnahme daraus.
Zum SanierungsfahrplanRaumweise Heizlast nach DIN EN 12831 – die Grundlage für Wärmepumpenauslegung und hydraulischen Abgleich.
Zur HeizlastberechnungBeratende Begleitung der Umsetzung, damit die Ausführung fachgerecht und damit förderfähig bleibt.
Zur BaubegleitungBedarfs- und Verbrauchsausweis für Wohn- und Nichtwohngebäude, mit Abgrenzung und Unterlagenliste.
Zum EnergieausweisBEG, KfW, BAFA, § 35c EStG und WIBank Hessen – welcher Weg für Ihr Objekt der wirtschaftlichste ist.
Zur FörderübersichtUmlagefähigkeit, Mieterkommunikation und Wirtschaftlichkeit als Teil der Planung, nicht als Nachgedanke.
Zur VermieterberatungWas bei mehreren Wohneinheiten, WEG-Strukturen und Zentralheizung anders läuft als beim Einfamilienhaus.
Zum MehrfamilienhausFür Neubau und Sanierung, einschließlich Wärmebrückenberechnung und sommerlichem Wärmeschutz.
Zum GEG-NachweisVolumenströme und Voreinstellwerte auf Grundlage der raumweisen Heizlast, mit Nachweis für die Förderung.
Zum hydraulischen AbgleichBüro, Produktion, Lager und Handel: zonenweise Bilanzierung nach DIN V 18599, Heizlast, Lüftungskonzept und Energieaudit.
Zu den NichtwohngebäudenBaujahr, Wohnfläche, vorhandene Heizkörper und der geplante Aufstellort genügen für eine erste Einschätzung. Sie erfahren, mit welcher Vorlauftemperatur zu rechnen ist und was das für die Betriebskosten bedeutet.